Cover Daltrey Sings TownshendSolo-Alben von Roger Daltrey gibt es bekanntlich seit vielen Jahren nicht mehr, sein letztes Studioalbum liegt fast 17 Jahre zurück. Wie sehr Daltrey damit abgeschlossen hat, verdeutlichte seine 1994er Solo-Tournee. Damals präsentierte er unter dem Motto "Daltrey Sings Townshend" ausschließlich Songs aus der Feder des Who-Gitarristen. Immortal hat nun eine Doppel-CD mit Ausschnitten aus diesen Konzerten wiederveröffentlicht.

Cover Daltrey Sings TownshendSolo-Alben von Roger Daltrey gibt es bekanntlich seit vielen Jahren nicht mehr, sein letztes Studioalbum liegt fast 17 Jahre zurück. Rocks In The Head bedeutete damals offenbar der Abschied aus den Studios. Wie sehr Daltrey damit abgeschlossen hat, verdeutlichte seine 1994er Solo-Tournee. Damals präsentierte er unter dem Motto "Daltrey Sings Townshend" ausschließlich Songs aus der Feder des Who-Gitarristen. Dieser Tour vorabgeschickt waren zwei Konzerte in New York anlässlich seines 50. Geburtstages. Immortal hat nun eine Doppel-CD mit Ausschnitten aus diesen Konzerten wiederveröffentlicht.

Unter dem Namen "Celebration - The Music Of Pete Townshend" gab es bereits 1994 eine CD mit Songs aus den beiden Konzerten. "Daltrey Sings Townshend", so der treffende Name der nun veröffentlichten Doppel-CD, bringt mehr Songs als die damalige Veröffentlichung, aber wiederum nicht das komplette Konzert. Vielmehr ist die Songwauswahl identisch mit der DVD, die zum gleichen Zeitpunkt erschienen ist. Auch die ist nichts Neues, gab es in den USA doch bereits eine DVD mit den selben Songs.

Die Doppel-CD klingt ganz nett, aber alles wirkt ein bisschen gekünstelt, wozu besonders die an einigen Stellen peinlich schmalzig wirkenden Streicher des Juilliard Orchestras beitragen. Es sollte damals offenbar ein besonderes Konzert werden zu Ehren des Who-Komponisten Pete Townshend, und natürlich tritt Townshend selbst auf. Ebenso übrigens John Entwistle, der bei The Real Me auf bekannte Art und Weise den Bass zupft. Weitere Gäste auf der CD: The Chieftains, Sinead O'Connor, Linda Perry und David Sanborn.

Erstaunlich ist, wie erwähnt, dass nicht alle Songs der Original-Veröffentlichung von 1994 auf der Doppel-CD enthalten sind, denn so fehlen einige Raritäten, besonders The Sea Refuses No River, das Daltrey höchst persönlich singt.

Fazit: Eine interessante Doppel-CD, aber sicher nur für Who-Fans.