Fast zehn Jahre war Kenney Jones Mitglied der Who - die letzte Show spielte er im Februar 1988 mit der Band -, und fast genau so lang war der ehemalige Schlagzeuger der Small Faces bei Who-Fans und besonders bei der Presse umstritten. Er hatte 1978 die schwierige Aufgabe übernommen, den kurz zuvor gestorbenen Keith Monn zu ersetzen. Und so litt sein Spiel bei den Who immer darunter, mit Keith Moon verglichen zu werden.

Warum die Band sich gerade für den Briten entschied, war Who-Fans nie ganz klar, denn Jones fehlte die Brillianz, die Power und der Humor Moons.

Dennoch zählen die Konzerte des Jahres 1979 mit Kenney Jones zu den besten der Who. Der Schlagzeuger spielte solide, gemeinsam mit John Entwistle bildete er eine exzellente Rhythmussektion für Townshend.

1964 gründete Kenney Jones gemeinsam mit Steve Marriott, Ronnie Lane und Ian MacLagan die britische Popband The Small Faces. Berühmtestes Werk der Gruppe war Ogdens Not Gone Flake, mit dem die Small Faces 1968 weltweit bekannt wurden. 1969 löste sich die Formation zunächst auf, erhielt durch den Einstieg von Rod Stewart allerdings frisches Blut. Die Faces, wie sich die Gruppe nun nannte, zählte zu den beliebtesten Rockbands. Nach dem Ausstieg von Rod Stewart 1975 belebte man noch einmal die Small Faces, allerdings ohne großen Erfolg zu haben. 1979 wurde Kenney schließlich Nachfolger von Keith Moon bei den Who.

Nach seinem Ausstieg bei den Who widmete sich Kenney Jones verstärkt Solo-Projekten. Erfolgversprechend war sein Album The Law, das er 1991 mit Paul Rogers einspielte. Nachdem er sich anschließend einige Jahre seinem Lieblingssport Polo gewidmet hatte, gründete er gemeinsam mit Obert Hart - ehemals bad Company - und Rick Wills - ehemals Foreigner, Bad Company und Peter Frampton's Camel - die Band The Jones Gang. Die Gruppe veröffentlichte am 16. August 2005 ihr Debütalbum Any Day Now. Darüber hinaus spielte Kenney Jones bei einigen Solo-Songs von Pete Townshend mit (Empty Glass), und auch bei einigen Demos half er Townshend aus.

Who's Who

  • John Entwistle

    The Ox stand meist seelenruhig auf der Bühne. Geliebt von den Fans, wurde er berühmt für sein famoses Bassspiel

     
  • Keith Moon

    Unvergessen ist Keith Moons brilliantes musikalisches Können in seinen jungen Jahren.

     
  • Roger Daltrey

    Roger Daltrey gründete 1962 die Gruppe The Detours. Heute ist er Commander of the British Empire

     
  • Pete Townshend

    Pete Townshend ist der musikalische Kopf der Who. Fast alle Songs der Band stammen aus seiner Feder.

Mix - Top Themen

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    Zwei Abende, 18.000 Fans, jeweils 21 Songs - The Who haben bei ihren zwei Konzerten in Deutschland in Oberhausen und Stuttgart restlos begeistert. Wer Townshend und Daltrey bei ihrem wahrscheinlich letzten Gastspiel in Deutschland sah, konnte kaum glauben, dass die beiden Herren 71 und 72 Jahre alt sind.

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